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Beschreibung

Art and culture make the world go around

Art and culture make the world go around Das Goethequartier in Bremerhaven Lehe zählt laut Presseberichten zu einem der materiell ärmsten Standorte in Deutschland. Präventionsarbeit über künstlerische Aktivitäten sowie bewusstseinsbildende Events sind nach unserer Ansicht unerlässlich, um einen Stimmungswechsel im Quartier herbeizuführen. Im Rahmen des Agenda 2030 Austauschprojektes mit Partnern in Kapstadt/ZA haben wir im September 2017 über diverse kreative Workshops und eine Befragung zur Relevanz von Kunst und Kultur bei der Stadt(teil)entwicklung, äußerst positive Rückmeldungen über unsere Aktivitäten bekommen.

Rund um die Non-Profit-Stadtteilgalerie Goethe45 haben im September 2017 diverse Workhops stattgefunden. Die Goethestraße wurde im Außenraum bestrickt und behäkelt. Das hat vielen Menschen im Quartier ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert, viele Kommunikationsanlässe erzeugt und sogar Anwohnerinnen zum weiteren Mitmachen angeregt. Malworkshops, Spray-Can-Art-Seminare, Tanz- und Deejayingworkshops, der Bau einer kleinen Siebdruckanlage zum Bedrucken von Stoffen sowie zusammenfassende Präsentationen vor Schüler*innen der Kaufmännischen Lehranstalten - Schule für Wirtschaft und Verwaltung, haben eine nachhaltige Wirkung hinterlassen. Wichtig war in unserem Projekt ebenfalls, Fertigkeiten zu vermitteln und die Kreativität der Kinder und Jugendlichen zu fördern. Das schafft Selbstvertrauen und Selbstkompetenz. Es entsteht in solchen Prozessen ein Gefühl der Selbstwirksamkeit. Individuell werden ungewöhnliche künstlerische Lösungen gefunden und in den öffentlichen Raum gebracht. Die Beteiligten lernen über sich hinauszudenken. Es handelt sich um eine Partizipation der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben einer Stadt mit der Möglichkeit, ein selbstbestimmtes und auf freien Willensentscheidungen basierendes Leben einzuüben und sich zugehörig zu fühlen. Bei all denn Aktivitäten herrschte stets eine konzentrierte und gelöste Stimmung.

In der gegenwärtigen internationalen Debatte um "Kultur und Entwicklung" wird den künstlerischen Ausdrucksformen inzwischen ebenfalls eine wichtige gesellschaftspolitische Rolle zuerkannt. Kunst verkörpert die Freiheit vom Verstand und trifft die Intuition vieler Menschen. Sie hat eine vermittelnde und gemeinschaftsstiftende Rolle und zwar auch dann, wenn man noch keine gemeinsame Sprache spricht. Weil Kunst nicht nur darstellt, was ist, sondern auch vorwärts weist, ist sie aus der Stadt(teil)entwicklung nicht mehr wegzudenken.

Fotos
Presse

Kunst soll Menschen verbinden
Kunst soll Menschen verbinden
(Sonntags-Journal vom 05.02.2017)